10-Tatsachenprobe zur Laserkorrektur von Sehfehlern:

Menschen, für die aus diversen Gründen eine Korrektur mit Brille und Kontaktlinse nicht in Frage kommt, können durch “refraktive Chirurgie” (Eingriffe am Auge zur Veränderung des Sehfehlers) eine große Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren. Um nicht enttäuscht zu werden, sollte sie jedoch vorher überlegen, ob sie diese 10 Tatsachen für sich akzeptieren können:

  • Diese Operationen sollen den Sehfehler so weit als möglich mindern, d.h. er ist möglicherweise nicht komplett weg.
  • Es wird nicht die Ursache der Fehlsichtigkeit behandelt sondern nur der Sehfehler. D.h. alle anderen Probleme wie z.B. erhöhtes Risiko von Netzhautablösungen bei Kurzsichtigen bleiben erhalten.
  • Das Fortschreiten des Sehfehlers kann dadurch nicht verhindert werden, d.h. Nachoperationen vor allem bei Operation in jungen Jahren sind evtl. nötig.
  • Daher sind diese Operationen auch nur bei stabilen Sehfehlern (2 Jahre keine Änderung), sprich ab einem gewissen Alter (mindestens 18, bei Kurzsichtigkeit eher mehr) geeignet.
  • Trotz inzwischen guter Dosierbarkeit, kann man nicht sicher sagen ob hinterher nicht doch noch eine Brille oder Kontaktlinse (wenn auch weniger stark) notwendig ist.
  • Die Sehschärfe ohne weitere Korrektur (Brille etc.) ist zwar in der Regel besser aber die maximale Sehschärfe kann hinterher geringer sein.
  • Die Folgen des Eingriffs sind bei den meisten Eingriffen unumkehrbar, d.h. die evtl. vorhandenen Nebenwirkungen können dauerhaft sein.
  • Der mittelgradig Kurzsichtige braucht nach dem Laser in der Regel in jungen Jahren keine Brille mehr aber eine Lesebrille mit Mitte 40, die er sonst nicht gebraucht hätte, da bei diesem Sehfehler auch mit 60 noch ein gutes Lesen ohne Brille möglich ist, was nach der Operation nicht mehr geht..
  • Alle so operierten Patienten sind nicht dauerhaft ohne Brille, sondern brauchen ab ca. 45 Jahren eine Lesebrille und ab 55 eine Gleitsichtbrille für den PC..
  • Die nicht gerade geringen Kosten müssen selbst getragen werden.

Diese Liste ist angeregt durch die sehr gut geschriebenen Seiten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft zu diesem Thema.

(Stand 30.11.2018)