Das Trockene Auge:

Nach den Sehschwächen ist das “Trockene Auge” der häufigste Befund beim Augenarzt. Jeder dritte Patient der in Deutschland eine Augenarztpraxis betritt, leidet an Beschwerden im Zusammenhang mit einem Trockenen Auge. Gegen Ende des Winters sogar jeder Zweite. In den vergangenen 15-20 Jahren hat sich die Anzahl der Betroffenen verdoppelt. Wobei das Spektrum der Beschwerden und das Ausmaß der Erkrankung sehr verschieden ist. Vielen Patienten ist auch gar nicht klar, daß sie an einem trockenen Auge leiden, da sich so ein Auge gar nicht unbedingt “trocken” anfühlen muß, im Gegenteil, es kann auch ständig tränen, also eher “naß” sein..

Trockenes Auge

Was ist das denn nun ?

Das sogenannte “trockene Auge” (Fachausdruck Sicca-Syndrom von lateinisch “siccus” = trocken) ist eine Gruppe von Veränderungen am Auge, die zu einer nicht ausreichenden “Schmierung” (Benetzung), Befeuchtung und Ernährung der Augenoberfläche (Hornhaut und Bindehaut) führen. Folge sind Entzündungen (deswegen auch "Keratokonjunktivitis sicca", d.h. Entzündung der Hornhaut und Bindehaut) und Beschädigungen - teilweise auch der Lider - mit verschiedenen Beschwerden.

Trockenheit

Der Tränenfilm, der die Augenoberfläche pflegt, glättet, schützt und ernährt, ist in seiner Zusammensetzung und/oder Menge verändert. Er wird instabil, die Augenoberfläche trocknet aus bzw. wird mit der Zeit von den Lidern “wund” gerieben und es kommt zu Reizerscheinungen. Die Schäden die entstehen, sind zunächst vorübergehend oder nach längerem Verlauf auch dauerhaft. Unter dem Elektronenmikroskop sieht die Schleimhaut- und Hornhautoberfläche so trocken und aufgeplatzt aus, wie die Erde auf dem obigen Bild eines Feldes während einer trockenen Periode. Daher auch der Begriff “trockenes” Auge, analog zur “trockenen Haut”.

Das Auge muß sich jedoch gar nicht trocken anfühlen. Deswegen sind viele Patienten auch irritiert über die Diagnose, da sie ganz andere Beschwerden als auffällig empfinden. Je nach Hauptursache der “Befeuchtungsstörung” reagiert das Auge nämlich sehr unterschiedlich. Dies sind z.B. Rötungen, allergisch bedingtes Jucken (durch die poröse Oberfläche dringt vieles ein) vermehrtem aber zu “dünnflüssigem” Tränenfluß, Sehstörungen und -verschlechterungen, Bildung von weißlichem Schleim (vor allem morgens vorhanden), Lidrandentzündungen, Kontaktlinsenunverträglichkeiten oder Schmerzen (Druck- oder Sandkorngefühl). Es treten jedoch nicht alle diese Beschwerden gleichzeitig auf. Es kann durchaus bei häufigem “Tränen” bleiben. Trocken im eigentlichen Sinne, d.h. zu wenige Tränen sind es eher selten. Insofern sollte man eher von einer “Benetzungsstörung” als von einem trockenen Auge sprechen.

Was sind die Ursachen ?

Förderlich aber nicht zwingend auslösend wirken: Erbliche Faktoren, Alterung der Strukturen, äußere Einflüsse (Luftverschmutzung, Zug, trockene Luft durch Klimaanlage, Kälte oder Heizung z.B.), Medikamente (z.B. Betablocker, Psychopharmaka, Konservierungsstoffe in Augentropfen, sehr häufig nach Chemotherapien, Stammzelltherapien etc.), allgemeine Hauterkrankungen mit Lidbeteiligung (z.B. Rosazea, Lidekzeme), Allergien, Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes und Rheuma), hormonelle Änderungen (vor allem die Sexualhormone Östrogen und Androgen z.B. in und nach den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft),psychische Einflüsse (z.B. Depressionen, Fibromyalgie oder das Posttraumatische Stress-Syndrom), dauerhafte Entzündungen der Lidkante (Blepharitis) oder andere Schäden an den zahlreichen Drüsen im Augenbereich, Fehlstellungen der Lider (Ektropium und Entropium), Unebenheiten der Augenoberfläche wie z.B. beim Flügelfell.

Zug

Insbesondere Zug (z.B. Cabrio, offene Fenster, Fahrrad, Motorrad) trocknet die Augen (vor allem solche mit fettarmem Tränenfilm) aus.

Weiterhin nicht ausgeglichene Sehfehler, langes Lesen und Bildschirmarbeit, Kontaktlinsen, Mangel an essentiellen Omega-Fettsäuren, Zustand nach bestimmten Augenoperationen ((LASIK, Operation des Grauen Stars), regelmäßiger oder während des Alkoholkonsums (das Ethanol in den alkoholischen Getränken löst die fettige Schicht im Tränenfilm, so verdunstet die restliche Flüssigkeit stärker und die Oberfläche trocknet aus ) etc.

Folge ist schließlich eine Entzündung der Augenoberfläche mit je nach Typ des trockenen Auges entsprechenden Beschwerden.

Was merkt der Patient ?

  • Plötzliches Tränen und/oder Brennen vor allem bei kaltem Wind, Rauch und hellem Licht aber auch bei langem Lesen und Fernsehen.

  • “Sandkorn- und Fremdkörpergefühl” auf den Augen, Gefühl der Trockenheit vor allem beim Aufstehen (“das Lid klebt”).

  • Häufiges Druckgefühl der Augen und der Umgebung bis in die Augenhöhle hinein.

  • Weißliche Schleimfäden in den Lidwinkeln, vor allem morgens

  • Wechselhaftes Sehen mit Verschwommensehen, Leseprobleme nach 10-15 Minuten, allgemeine Sehminderung im schlimmsten Fall bis herab auf 30% Schschärfe, verschlechtertes Kontrastsehen, Licht- und Blendungsempfindlichkeit

  • Jucken und/oder Brennen der Augen

  • Komforteinbußen oder gar Unverträglichkeit beim Kontaktlinsentragen

  • Das Bedürfnis die Augen ständig zu reiben

  • “müde Augen”, und "schwere" Lider, die immer zugehen wollen

  • Ein “rotes Auge” mit einer Bindehautentzündung (tritt aufgrund der verschlechterten Immunabwehr auch häufiger auf)

  • Insbesondere bei lange bestehenden trockenen Augen kommt es auch gerne zu Bindehautunterblutungen

Woher kommt die Zunahme in den letzten Jahren ?

In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Lebensweise gewandelt. Wir halten uns zu lange in überheizten “knochentrockenen” Räumen - deren Luft zusätzlich durch Klimaanlagen und - glücklicherweise nur noch selten - Zigarettenrauch verändert ist - auf. Es werden mehr Kontaktlinsen getragen. Wir nehmen mehr Medikamente, die Begleitwirkungen auf den Tränenfilm haben. Die Bildschirmarbeit und die daraus resultierenden und damit verbundenen Beschwerden (Office-Eye-Syndrome) nehmen immer mehr zu. Fast 80% der mehr als drei Stunden täglich am PC-Beschäftigten weisen Beschwerden im sinne des Sicca-Syndroms auf. Schließlich und endlich ist die genaue Wirkung der vielen in der Luft enthaltenen Schadstoffe noch gar nicht genau bekannt.

Wie wird das trockene Auge festgestellt und welche Formen unterscheidet man ?

Zunächst bringt meist die Untersuchung an der Spaltlampe die entscheidenden Hinweise. Typische Anzeichen der verschiedenen Formen lassen sich erkennen. Ggf. wird noch die Menge der Tränenflüssigkeit gemessen (Schirmer-Test: 2 Löschblattstreifen werden einige Zeit in die Unterlider geklemmt, siehe Bild unten), sowie die Stabilität des Tränenfilms überprüft (Break-Up-Time) oder mit Farbstoffen die beschädigten Oberflächenanteile der Hornhaut und Bindehaut angefärbt (Bengal-Rosa-Test). Seit neuestem kann man auch die Osmolarität (sehr vereinfachend, die Dickflüssigkeit) der Tränenflüssigkeit messen. Durch Spülen mit einer Kanüle können auch die ableitenden Tränenwege auf Verstopfungen überprüft werden.

Schirmertest

Unabhängig von der Ursache und den diversen Unterschieden in der Veränderung des Tränenfilms unterscheidet man dann -aus Gründen der Festlegung der weiteren therapeutischen Vorgehensweise - zwei Formen des trockenen Auges:

1. Zu wenig Tränen (Hypovolämische Form): Aufgrund zu geringer Tränenbildung kommt es meist zu Rötung, Fremdkörpergefühl, müden Augen und Blendempfindlichkeit. Sie ist die weniger häufige Form. Beim Anblick sieht man neben der Rötung meist kaum einen Tränenmeniskus unten auf der Lidkante.

2. Zu viel Tränen (hyperevaporative Form): Aufgrund zu geringen Fettanteils in den Tränen in Folge einer Funktionsstörung von Lidranddrüsen (Meibomdrüsendysfunktion) verdunsten diese sehr schnell und die Lidränder werden wund, es bildet sich ein - teilweise sogar sichtbar - schaumiger Tränenfilm (s. Bild unten seitlich auf der unteren Lidkante), die Augen brennen und bei Rauch und Wind kommt es zu starker Tränenbildung. Auf Dauer kann es auch zu einer Lidrandentzündung (Blepharitis) kommen. Kontaktlinsen werden schlechter oder gar nicht mehr vertragen.

Verseifter Tränenfilm

Was kann man tun ?

Auf jeden Fall nicht irgendwelche Tropfen - die der Nachbarin auch so gut geholfen haben - nehmen, sondern eine genaue Untersuchung beim Augenarzt durchführen lassen, da obige Beschwerden auch andere Ursachen haben können und nur eine zielgerichtete Behandlung Aussichten auf Besserung und Vermeidung von Schäden verspricht. Bei falscher oder fehlender Behandlung können Schäden - die nicht wieder gutzumachen sind - entstehen und in extremen Fällen bis zur Erblindung führen. Weiterhin Umgebungsbedingungen die das Trockene Auge fördern (s.u. Ursachen oben), soweit möglich verändern.

Wie wird behandelt ?

Zunächst wird nach einer Grunderkrankung (z.B. Rosazea) gesucht und diese wenn möglich behandelt. Hier ist insbesondere auch an nicht ausreichend korrigierte Sehfehler zu denken. Dann werden in der einen oder anderen Form Tropfen, Gelees oder Salben gegeben. Soweit es sich um rein befeuchtende Stoffe handelt, müssen sie leider selbst bezahlt werden, da die gesetzlichen Kassen beim trockenen Auge nur noch in Ausnahmefällen (Auflistung Stand 2012 s. unten) die Kosten für die örtliche Therapie übernehmen. Je nach Schweregrad und Typ des Trockenen Auges gibt es hier sehr unterschiedlich zusammengesetzte Stoffe, die man manchmal erst auf ihre Wirksamkeit im konkreten Einzelfall testen muß.

Feuchtigkeit

DIE einzig wahren Tropfen gibt es da nicht. Vereinfacht kann man sagen, je größer die Beschwerden, desto häufiger müssen Tropfen gegeben werden und desto “pappiger” (visköser) müssen sie sein. Weiterhin kommt es darauf an welche Komponente des Tränenfilms - er besteht aus mehreren Schichten - fehlt. Je nach dem müssen die Augentropfen dann mehr von diesen Stoffen (z.B. Fette bei der hyperevaporativen Form) enthalten. Leider sind nicht alle im Tränenfilm enthaltenen Stoffe als künstliche und stabile Lösung herstellbar. Vielfach wird auch übersehen, daß so ein Tropfen nur 2-4 Stunden am Auge verweilt. 2x am Tag bringt da schon mal nichts. Als Einstieg in die Therapie starker Beschwerden sollte man daher mit einer “Kurpackung” von dreistündlicher Gabe über 2-3 Wochen anfangen. Ein kurzanhaltendes verschleiertes Sehen nach der Gabe mancher “künstlicher Tränen”-Tropfen oder aber auch zunächst verstärktes Brennen sagt über die Qualität der Augentropfen übrigens nichts Schlechtes aus. Es lässt sich leider nicht immer vermeiden.

Während im Fall der zu geringen Tränenproduktion die Tropfengabe den ersten Schritt darstellt, muß bei der zweiten Form mit zu geringem Fettanteil im Tränenfilm auch die regelmäßige Lidrandreinigung (siehe auch Lidrandhygiene bzw. unter Blepharitis) und die Anwendung von heißen Kompressen mit anschließender Massage erfolgen, um die Fehlfunktion der talgbildenden Drüsen am Lidrand zu verbessern. Neuerdings wird auch versucht die verstopften Drüsengänge der Talgdrüsen an der Lidkante mit einer kleinen Nadel wieder frei zu “putzen”. Dies ist allerdings schmerzhaft und Studien zum Erfolg laufen noch. Zusätzlich werden bei dieser Form des trockenen Auges - man spricht auch von einer Meibomdrüsendysfunktion - Substanzen gegeben, die den Fettanteil des Tränenfilms verbessern. Spezielle Augentropfen und Waschlösungen sollen ggf. die Besiedelung der Lidränder mit Milben - einer der möglichen Ursachen für chronische Reizzustände - beenden.

Da die sich mit der Zeit entwicklende Entzündung der Oberfläche die Basis der Beschwerden ist, helfen in mit “künstlichen Tränen” nicht lösbaren Fällen, die vorübergebende Gabe von entzündungshemmenden Augentropfen (Kortison, Zytostatika). Die Zytostatikatropfen (Cyclosporin) wirken aber erst nach 4-6 Wochen, sind schwer erhältlich und brennen sehr stark. Milder ist zunächst ein Versuch mit in der Apotheke frei erhältlichen antiallergischen Tropfen. Letzteres vor allem, wenn zusätzlich eine allergische Reaktion vorliegt. Trockenes Auge und allergische Bindehautentzündung treten häufig zusammen auf. Sehr bewährt bei schwierigen Fällen haben sich auch Tropfen, die aus dem eigenen Blut (Serumaugentropfen) gewonnen werden. Sie werden aus rechtlichen Gründen leider nur von Universitätskliniken hergestellt und bedeuten in der Regel auch einen stationären Aufenthalt.

Empfohlen wird bei mittelstarken Formen auch die Gabe von Vitamintabletten unter anderem mit Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Bereits nach 30 Tagen täglicher Gabe treten in der Regel Beschwerdebesserungen auf. Diese Fettsäuren finden sich fast ausschließlich in fetten Kaltwasserfischen. Diese werden selten 1-2x die Woche verzehrt, so daß hier leicht ein Mangel vorliegen kann. Mehr trinken nützt leider nichts, da es nicht am Wasser mangelt, sondern eher schon an den Fettsäuren.

Interessanterweise tritt auch nach der Gabe von Aspirintabletten eine Besserung ein. Da kommt wohl ihre entzündungshemmende Wirkung zum Tragen. Dies sollte allerdings kein Grund sein, sie nur wegen eines trockenen Auges zu nehmen. Hier würde der Nachteil der möglichen Nebenwirkungen überwiegen.

Als wirksam haben sich bei Frauen nach den Wechseljahren (Monopause) auch Tabletten mit pflanzlichen Östrogenen (weiblichen Geschlechtshormone), sogenannten Phytoöstrogenen erwiesen. Hintergrund ist, daß in der Bindehaut, der Hornhautoberfläche und in bestimmten Tränendrüsen “Andockstellen” (Rezeptoren) für Geschlechtshormone sitzen und so die Qualität des Tränenfilms gesteuert wird.

In besonderen Fällen, die durch die herkömmlichen Medikamente nicht beeinflußt werden können, werden Veränderungen an den Tränenwegen in Form von Erweiterungen (Dehnung, Spülung, Operation) oder Verengungen (Silikonstöpsel = wiederentfernbare Korken in den Tränenwegen um den Abfluß der Tränenflüssigkeit zu begrenzen) vorgenommen. Äußere Ursachen wie Lidfehlstellungen sollten wenn möglich beseitigt werden.

Wie sind die Aussichten ?

Da das Grundproblem meist leider keine akute Erkrankung, sondern eine Neigung - wie die zu trockener Haut - ist, muß man von einem mehr oder weniger chronischem Verlauf ausgehen. Hin und wieder oder aber auch dauernd werden Tropfen gegeben werden müssen. Sind Medikamente (z.B. Betablocker) oder bestimmte Umweltbedingungen (Klimaanlagen, lange Monitorarbeit, Fußbodenheizung, Heizungsgebläse und dergl.) die Ursache, kann hier manchmal Abhilfe geschaffen werden. Da manche Grunderkrankungen nicht komplett heilbar sind (bei bestimmten Rheumaformen haben fast alle Betroffenen trockene Augen), bleibt in diesen Fällen nur die örtliche Therapie des trockenen Auges. Sind andere Augenprobleme (z.B. Sehfehler, Blepharitis, Ektropium und Entropium) ursächlich, kann natürlich nach Behebung derselben, das trockene Auge verschwunden sein). Auch nach Operationen an der Hornhaut (LASIK) oder der Bindehaut kann ein trockenes Auge auftreten. In den meisten Fällen bessert es sich aber wieder mit der Zeit. Manchmal kann sich aber auch ein vorher schon trockenes Auge das aber noch relativ unauffällig war nach einer Operation (z.B die des Grauen Stars oder eine Vitrektomie) erst richtig bemerkbar machen und zu dauerhaften Beschwerden führen.

Was kann man selbst tun ?

Vermeiden von zu trockenen Räumen (Problem von überheizten Räumen und Klimaanlagen auch im Auto, evtl. Luftbefeuchter), eine passende Brillenkorrektur, Pausen bei der Bildschirmarbeit (den Blick mal “in die Ferne schweifen” lassen), behandeln der Grunderkrankungen, Vermeiden von Zug (z.B. zugfreie Brille beim Fahrradfahren, Gebläse im Aute nicht gegen die Augen), ggf. Lidrandhygiene oder Aussetzen des Kontaktlinsentragens, etc. Was leider nicht hilft ist viel trinken - wie man früher oft empfahl - da die vermehrte Flüssigkeit nicht “automatisch” im Auge landet und es wie oben erklärt durchaus nicht ein reines “Wassermangelproblem” ist, sondern meist sind die anderen Komponenten des Tränenfilms das Problem. Da fast jeder mal trockene Auge hat ohne, daß dies gleich chronisch wird, sollte man es so handhaben wie man es bei trockener Haut auch macht: Wenn es mal “nervt” gleich was drauf tun. Da man in der Regel vor allem morgens aufgrund der fehlenden nächtlichen Tränenproduktion noch recht trockene Augen hat oder nach langer Bildschirmarbeit, am bestem gleich mal ein Tröpfchen zur Pflege ins Auge. Dann “artet” das gar nicht erst aus bzw. Oberflächenschäden die nur aufwendiger zu beheben sind, treten gar nicht erst auf.

Wann werden Tränenersatzstoffe noch bezahlt ?

Es müssen bestimmte sehr seltene Grunderkrankungen vorliegen. Dies sind: Autoimmunerkrankungen (Sjögren-Syndrom mit deutlichen Oberflächenschäden), Epidermolysis bullosa, okuläres Pemphigoid, Fehlen oder Schädigung der Tränendrüse, Gesichtslähmungen (Fazialisparese oder Lagophthalmus). Dann können folgende Medikamente/Medizinprodukte zu lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden: Liquigel®, Liquifilm®, Lacrisic®, Lacrimal®, Thilo-Tears®, ViscOphthal®, Hylo-Gel®, Vismed® und Vismed® Multi.

Weitere Informationen im Internet ?

z.B.: www.trockene-Augen.de

z.B: www.mh-hannover.de/kliniken/augen/info.html

z.B. https://www.aerzteblatt.de/pdf/112/5/m71.pdf

z.B. https://www.shop-apotheke.com/trockene-augen/

(Stand 06.05.2019)