Auge und Alter:

Alterndes Auge

Wie so leider vieles im Körper, verändert sich das Auge auch im Alter und lässt in seiner Leistungsfähigkeit nach bzw. hat andere Ansprüche.

  • Natürlicherweise trübt die menschliche Linse ein, wird weniger lichtdurchlässig und verfärbt sich häufig zum Gelben hin, wodurch wir Blautöne nicht mehr so gut wahrnehmen und das Nachtsehen und Kontrastsehen nachlässt.. Dies ist keine Erkrankung, sondern eine Alterserscheinung und nennt sich Grauer Star.

  • Der Stoffwechsel der Netzhaut lässt nach und damit ihre Leistungsfähigkeit. Daher nimmt das Kontrastsehen ab und die Blendungsempfindlichkeit wird erhöht.

  • Schon ein Sechzigjähriger hat, unter anderem aufgrund der beiden erstgenannten Punkte, einen viermal so hohen Lichtbedarf wie ein Zwanzigjähriger, um genauso gut Sehen zu können. Es bedarf daher zum Lesen im höheren Alter blendfreie Leseleuchten mit einer Helligkeit von 500-1000 Lux (Maß für die Helligkeit, ist bei Leuchten meist angegeben), die aber dimmbar und beweglich sein sollten, um die Helligkeit und die Lichtrichtung an das individuelle Bedürfnis anpassen zu können.

  • Durch hormonelle und andere altersbedingte Umstellungen verändert sich der Tränenfilm, es kommt zu Benetzungsstörungen der Augenoberfläche mit den Folgen eines Trockenen Auges und einer Neigung zu Lidrandentzündungen.

  • Die Flexibilität der Linse lässt nach. Ab 45 und zunehmend bis 65 gelingt es nicht mehr so gut aus der Ferne in die Nähe scharf zu stellen. Die Alterssichtigkeit führt zur Notwendigkeit einer Lesebrille oder Nahergänzung der vorhandenen Fernbrille.

  • Das Risiko für einen Grünen Star nimmt ab 40 zu und sollte im Rahmen der Glaukomvorsorge regelmäßig kontrolliert werden.

  • Altersbedingt kann die Hornhaut zu Ödemen (Wassereinlagerungen) aufgrund einer Endotheldystrophie neigen und daher trüber werden und weniger Licht in das Auge lassen.

  • Die Oberlidhauterschlaffung kann das Gesichtsfeld einengen, ist aber operabel..

  • Durch Erschlaffung der Unterlider können Fehlstellungen der Lider wie ein Ektropium oder Entropium auftreten.

  • Die Unterlidhaut kann erschlaffen und zu Tränensäcken führen.

  • Erkrankungen wie der Altersdiabetes und die Makulopathie können die Netzhaut beschädigen.

  • Weiteres folgt ...

(Stand 07.02.2018)

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