Optische Täuschungen und das Sehen von nicht vorhandenen Dingen, beruhen auf der Unvollkommenheit unseres Sehsystems. Ursachen sind:

  • Zum Einen Lichtverzerrungen und Reflexe aufgrund der optisch nicht optimalen Konstruktion des Auges aber auch Alterserscheinung oder Erkrankungen des Auges (grauer/grüner Star)
  • und zum Anderen und weitaus häufiger, Fehler in der “Bildverarbeitung” des Sehzentrums im Ge- hirn. Letzeres können prinzipielle Schwachpunkte (siehe unten) sein, vorübergehende Fehlfunktionen (s. Migräne) oder Sonderfälle wie Halluzinationen, d.h. in unserer Vorstellung bestehende Bilder auf- grund einer psychischen Erkrankung oder unter dem Einfluß von Medikamenten/ Drogen.

Ein Beispiel für ein häufiges optisches Problem, sind die “Fusseln” oder schwarzen Punkte, die man beim Blick gegen eine weiße Wand oder den blauen Himmel im entspannten Zustand sieht. Hierbei handelt es sich um Glaskörpertrübungen, d.h. kleine Substanzunregelmäßigkeiten des “Gelees”, der das Auge aus- füllt. Es kann aber auch ein ungleichmäßiger Tränenfilm sein

Die beliebten optischen Täuschungen in Form von Bildern, beruhen meist darauf, daß das Sehzentrum ge- sehene Farbkontraste überbetont oder Linien fortdenkt, um das Verständnis und Erkennen des Gesehenen zu erleichtern. Die hier verwendeten Bilder tricksen das Sehzentrum so aus.

Beispiele für solche optischen Täuschungen finden sie im Internet z.B. unter www.optic-info.de. Dort gibt es unter: “Optische Täuschungen und 3D” eine Seite mit Links.

 Links und rechts sehen Sie hier 2 Bei- spiele: Aufgrund einer Wertung des Ge- hirns hält es links die linke Linie für län- ger obwohl beide Linien gleich lang sind. Rechts meint man entweder eine Vase oder 2 sich anlachende Gesichter zu er- kennen, jenachdem wie man guckt.

Hierunter ist ein eher witzig gemeinter “Sehtest” abgebildet. Können Sie den Text nicht lesen wenn Sie direkt vor Ihrem Monitor sitzen, “sollten Sie zum Augenarzt gehen”. Das ist natürlich ironisch gemeint, denn aufgrund der gewohnten Wertung von Linien, kann das Gehirn den Text nicht als klare Buchstaben auflösen. Erst wenn man weit vom Monitor weggeht oder die Augen zusammenkneift, kann man den Text lesen.

Ein anderes bekanntes Phänomen ist das sogenannte “Nachbild”. Starrt man für einige Sekunden auf eine sehr helle und scharf begrenzte Fläche, zum Beispiel auf ein weißes Kreuz in einem schwarzen Qua- drat, so “brennt” sich diese Form auf der Netzhaut  und im Gehirn ein. Es entsteht ein Nachbild des Kreuzes, das man aber nur für wenige Sekunden im Dunkeln sieht, beispielsweise wenn man die Augen schließt. Blickt man danach auf eine gleichmäßig helle Fläche, dann erscheint das Kreuz wieder für wenige Sekunden, allerdings als Negativ, also nicht weiß, sondern schwarz. Führt man den gleichen Versuch mit bestimmten farbigen Symbolen und Hintergründen durch, wird es noch faszinierender, da sich dann die Farben austauschen, das heißt das Kreuz nimmt die Hintergrundfarbe an und umgekehrt. Die Ursache liegt in bestimmten Gegenregulationsmechanismen in Netzhaut und Gehirn begründet, damit eine Farbe nicht zu stark überstrahlt. Ein Beispiel hierfür finden Sie auf der nächsten Seite.

(Stand 28.07.2007)