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Um solches garnicht erst entstehen zu lassen hilft nur die Operation. Bei den ambulant durchgeführten Ope- rationen zur Behebung der obigen Probleme wird eine Spritze unter die Haut gesetzt.
Anschließend werden Schnitte unterhalb des Lides, an der Lidkante oder im Lidwinkel durchgeführt, um das Lid zu stabilisieren und neu mit Nähten zu befestigen. Nach ein bis zwei Wochen werden die Fäden entfernt. Später sind
meist keine Narben mehr zu erkennen. Im Prinzip ist der Ablauf ähnlich wie bei einer Korrektur des Ektroüpiums (s.o.)
Muß man denn gleich operieren ?
Das kommt auf die Ausprägung des Befundes an. Vor allem bei einer leichten Auswärtswendung
kann man die schlechtere Befeuchtung der Augenoberfläche auch mit Tropfen, Gelees und Salben ausgleichen. Liegt die Schleimhaut jedoch zu sehr frei, erleidet sie und auch die Hornhaut, nicht wieder gutzumachende Schäden und man sollte operieren.
Bei der Einwärtswendung, die nur gelegentlich auftritt, kann man das Lid mit dem Finger einfach wieder runterziehen. Dieses Vorgehen ist aber nur für gelegentliches Einklappen geeignet.
Manchmal hilft auch die Behandlung einer verursachenden Lidrandentzündung. Letztere führt nämlich manchmal zu Krämpfen (Spastik) der Lider, die
das Lid nach innen stülpen. Ist das Lid die meiste Zeit nach innen gerichtet, kann man als Soforthilfe vorübergehend ein Pflaster an das Unterlid kleben, um erst mal Ruhe zu haben und muß auf die Dauer doch operieren.
Beim Lagophthalmus, der Erschlaffung der gesamten Muskeln in diesem Bereich versucht man natürlich auch mit Gelees und Salben zurechtzukommen aber insbesondere wenn die Pupille auch bei Anstrengung
nicht vom Oberlid bedeckt wird und schon die Hornhaut leidet, ist zu erwägen die Lidspalte vorübergehend operativ zu verkleinern.
(Stand 28.11.2010)
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