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(Hornhaut, Linse) immer im gleichen Winkel abgelenkt (gebrochen). Man spricht von der Brechkraft (Re- fraktion) des Auges (siehe Sehfehlerbestimmung). Dies bedeutet bei einem normalsichtigen Auge, daß ein Bild aus der Ferne gerade so gebrochen wird, daß die Lichtstrahlen auf der Netzhaut gebündelt erscheinen. Je näher ein Gegenstand jedoch dem Auge kommt, um so mehr müsste das Licht gebrochen werden, damit das Bild im gleichen Brennpunkt liegt. Ohne eine Verformung des Auges wäre in der Nähe also alles unscharf. Um auch in der Nähe klar sehen zu können, muß erst auf die Nähe scharf gestellt werden (Akkommodation). Ein kleiner Muskel verformt die Linse, verändert deren Krümmung und damit den Brenn- punkt und schon kann man auch in der Nähe scharf sehen. Beim Älteren gelingt dies nicht mehr, dann spricht man von Altersweitsichtigkeit (s.u.) Die häufigsten Fehlsichtigkeiten sind:1. Kurzsichtigkeit (Myopie) |
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Um gut weit sehen zu können (Autofahren z.B.) brauchen sie eine Korrektur, z.B. eine Brille. Entweder in der Schule oder beim Sehtest vor der Führerscheinprüfung stellt sich dies spätestens heraus. Dann wurde früher ein Eintrag im Führerschein vorgenommen: “Das Fahren ist nur mit geeigneten Sehhilfen erlaubt”. Bei den neuen Führerscheinen ist dies durch eine Codeziffer abgekürzt. Eine weitere Besonderheit der Kurzsichtigen ist das erhöhte Risiko für Netzhautablösungen. Bei einer Kurzsichtigkeit von mehr als 2 Dioptrien (ein Maß für die Stärke der Gläserkorrektur), sollte alle 2 Jahre eine vorbeugende Untersuchung der Netzhaut vor- genommen werden. Bei starken Kurzsichtigkeiten von mehr als 6 Dioptrien (1-4% der Bevölkerung) kann es zu Wucherungen im Netzhautzentrum (CNV) kommen (5% dieser Patienten), die derzeit ähnlich der feuch- ten Makulopathie mit Spritzen in das Auge behandelt werden. Dies ist aber noch eine Empfehlung und kei- ne offizielle Therapie. Die CNV ist übrigens eine der häufigsten Erblindungsursachen jüngerer Patienten und daher sollten die stark Kurzsichtigen bei Sehproblemen um so genauer untersucht werden. Die Ursachen der Kurzsichtigkeit und ihres Fortschreitens sind noch nicht voll geklärt. Näheres siehe unter: Ursachen der Kurzsichtigkeit. Hier findet sich auch eine Formel zur Abschätzung des endgültigen Sehfehlers eines kurzsichtigen Kindes. |
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stellung (Akkommodation) häufig sogar starke Weitsichtigkeitenohne Probleme ausgleichen. Jedoch früher als andere braucht der Weitsichtige dann eine Lesebrille (ca. mit 40). Die Weitsichtigkeit ist bei kleinen Kindern sehr weit verbreitet und “wächst sich häufig aus”. Typisches Zitat: “Als Kind brauchte ich eine Brille, jetzt nicht mehr”. Statistiken sprechen von 80% weitsichtigen Kleinkindern. Die Weitsichtigkeit kann dann bis zum Alter von sieben bis acht zunehmen und bis zum Alter von 19-20 Jahren wieder abnehmen. Die Weit- sichtigkeit muß bei Kindern nicht zwingend korrigiert werden. Ist der Wert nicht zu hoch (ca. bis 1,5 bis 2,5 dptr.) und bestehen keine Leseprobleme, Schielneigungen oder andere Beschwerden wie Kopfschmerzen, geht es auch ohne. Dies muß jedoch genau vom Augenarzt überwacht werden (s.a. Schulprobleme und Auge). Bei stärkeren Weitsichigkeiten kommt dauerhaft nicht ohne Brille aus.Tritt beim Erwachsenen plötzlich eine Weitsichtigkeit auf (Ausnahme natürlich die Alters- weitsichtigkeit s.u.), kann ein Tumor im Auge dahinterstecken. |
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auszugleichen. Gegebenenfalls sind hier Kontaktlinsen notwendig.. Durch Verletzungen mit Hornhautnarben kann auch im späteren Leben noch eine - dann meist irreguläre - Hornhautverkrümmung ausgelöst werden (siehe auch “Wie schütze ich mich” unter Vorsorge und Unfälle am Auge). |
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Elastizitätsverlustes der Linse alle 3-4 Jahre bis ca. zum 65 Lebensjahr zu verstärken. Eine vorübergehende Unfähigkeit nah zu sehen und zu lesen kann nach schweren Verletzungen insbesondere mit Hirnerschütterung auftreten, da man dann sozusagen zu schwach für die Naheinstellung (Akkomodation) der Augen ist. 5. KeratokonusEine seltene ungleichmäßige Verformung der Hornhaut, die zunächst mit Brillen, dann nur noch mit speziel- len Kontaktlinsen und in Spätstadien evtl. nur noch mit Operationen bis zur kompletten Hornhautverpflanzung ausgeglichen werden kann. (siehe insbesondere unter Hornhauterkrankungen) Formen der Korrektur (bitte anklicken):1. Brillen (Lesebrille, Gleitsichtbrille, Sonnenbrille, Materialien, Beschichtungen etc.) 2. Kontaktlinsen (weiche, harte, Monatslinsen, Kontaktlinsenmaterialien, Kontaktlinsenanpassung, Dauer- tragelinsen, Kontaktlinsen und Sport) 3. Operationen (Laseroperationen wie LASIK und andere Operationsformen) 4. Vergrößernde Sehhilfen (Extreme Vergrößerung bei sehr schlechtem Sehen, daß mit normalen Brillen nicht mehr ausgeglichen werden kann) Weiteres:Für Informationen zu Schulproblemen und Augenfehlern: Bitte HIER klicken Anmerk.: Alle Grafiken auf dieser Seite: Copyright Firma Bausch und Lomb. (Stand 15.01.2012) |