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Manche Patienten erschrecken dann etwas. Es ist jedoch nicht schmerzhaft. Das Messen mit dem Applanationstonometer (auch Goldmanntonometer genannt) kann nur vom Augen- arzt selbst durchgeführt werden und ist die derzeit genaueste Methode den Augeninnendruck zu bestimmen. Man sitzt wie im Bild zu sehen vor einer Spaltlampe, bekommt einen leicht brennenden gelben Tropfen in das Auge und mit einem kleinen blauen “Stempel” wird der Druck gemessen. Es ist etwas irritierend wenn der “Stempel” direkt auf das Auge zukommt, man spürt aber nichts. Technisch gesehen wird eine definierte Flä- che des Auges (der Hornhaut genaugenommen) durch den “Stempel” “plattgedrückt” (daher Applanations- tonometer) und die dazu notwenige Kraft entspricht dem Druck im Auge. Dies ist an einer Skala ablesbar (im oberen Bild unten rechts zu erkennen). Bei ungewöhnlich dicken oder dünnen Hornhäuten muß ein Korrektur- faktor hineingerechnet werden. Daher wird manchmal zusätzlich die Hornhautdicke mit einem speziellen Ge- rät (Pachymeter) gemessen. Auch nach einer LASIK-Operation wird der Augeninnendruck mit dem Appla- nationstonometer falsch (zu niedrig) gemessen und muß korrigiert werden. Eine mögliche Alternative ist die Dynamische Konturtonometrie, da hier die Eigenschaften der Hornhaut weniger bedeutsam sein sollen und damit weniger verfälschend sind. Dieses Gerät ist aber noch nicht weit verbreitet. Es gibt noch einige andere Geräte zur Messung des Augeninnendrucks vor allem im mobilen Bereich, z.B. zur Messung im Liegen im Bett (Schiötz-Tonometer), diese werden aber selten angewandt. Relativ neu ist das Selbsttonometer (s.z.B. www.icaretonometer.com/), bei dem der Patient sich selbst messen kann. In Frage kommt dies z.B. bei starken Druckschwankungen, wenn häufig gemessen werden muß und man dafür nicht in der Klinik verbleiben will. Hierzu muß man wissen, daß bereits der normale Augeninnendruck (10-20 mmHg siehe unter Glaukom) um 3-6 mmHg schwankt und beim Glaukomkranken auch mal um 10 mmHg. Insofern ist eine Augendruckmes- sung immer nur eine Momentaufnahme und ein scheinbar normaler Wert bei einmaliger Messung ist kein sicherer Ausschluß. In Zweifelsfällen sollte ein Tagesdruckprofil angelegt werden, bei dem 24 Stunden in regelmäßigen Abständen gemessen wird. Das Glaukom (grüner Star) - also Schäden am Sehnerv - wird daher auch nicht durch die Druckmessung allein, sondern zusätzlich mit weiteren Geräten erkannt (s.Gesichtfelduntersuchung, Spezialdiagnostik). Für exakte Werte ist z.B. die Messung der Hornhautdicke zusätzlich empfehlenswert (s. Spezialdiagnostik). (Stand 04.03.2010) |